Sonntag, 20. November 2011
Zu Joseph Beuys
Zu Joseph Beuys

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Dienstag, 15. November 2011
"Die Kunst, die nach der Moderne kam",
heute in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ):
https://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen/die-kunst-die-nach-der-moderne-kam-id6073852.html
"Die Kunst, die nach der Moderne kam",

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Sonntag, 6. November 2011
Tiere als Kreaturen
Pisanello, Vision des Heiligen Eustachius 1436 - 38

Tiere als Kreaturen

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Das Tier und der Mensch
Jedes Bild des Tieres, das wir uns machen, ist zugleich auch indirekt ein Menschenbild.
Joseph Bernhart hat seinerzeit eine tiefsinnge Schrift verfaßt: DIE UNBEWEINTE KREATUR, Reflexionen über das Tier, München 1961
Darin heißt es:
"Das Tier veranschlagen die Zeiten und Menschen
verschieden je nach ihrem Weltbegriff und ihrer
Einschätzung von menschlichem Sein und Sollen.
Sie greifen zu nieder, wenn sie das Geheimnis in
der Verfassung von Mensch und Tier verkennen,
und bewirken durch eine falsche Theorie vom
Tier (wie bei Descartes) auch seine rohe, unmensch-
liche Behandlung. Sie greifen zu hoch, wenn sie
den Unterschied leugnen und Mensch und Tier zu-
gleich vergewaltigen: indem sie das Tier vermen-
schen, den Geist des Menschen aber als das große
Unglück der "Weltentwicklung verleumden. Man
kennt die Folgen eines solchen Dammbruches: das
Tier wird vom Menschen beneidet um die naive
Sicherheit seiner Existenz; der Instinkt und das
»Jenseits von Gut und Böse« kommen in den Vor-
rang vor der Plage unserer verantwortlichen Frei-
heit; das Raubtier wird zum Modell des wün-
schenswerten Menschen; der ewige Bankrott der
Ideale treibt (wie bei Machiavelli) zur zynischen
Erhebung des Tieres über den Menschen. Dann
verirren sich auch die Dichter vom großen, tiefen
Sinn der Tiergeschichte zu abgeschmackten Phan-
tasien eines Zwischenreiches scheinmenschlicher
Fratzen. Dann kommt es zu der Perversion, die ein
solcher Autor in einem Briefe an Galsworthy ver-
treten hat: »Suche nur immer das Tier zu ver-
menschlichen, so hinderst du den Menschen am
Vertieren.« Oder sollte nicht diese Sublimierung
des Tieres ins Menschliche eben auch die feinste
Form der Vertierung des Menschlichen sein?
(152 / 153)
Das Tier und der Mensch

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Dienstag, 1. November 2011
Strudel
Willenlos

hänge ich

an der Zimmerdecke

graue Sackgassen

überschauend die

Irrwege leblosen

Grübelns das

unerlöst und ohne

Besinnung Kreise

drehend vom

Malstrom in die

Tiefe gerissen

unerbittlich
Strudel

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"Realismus" im Kunstschaffen
"Guck mal, was ich kann!" so preist sich jeder Semiprofessionelle im verfertigen von Augentäuscherei und"Kunstwerken" an. Mimesis, Nachahmung, darauf sind so einige Künstler der Gegenwart hereingefallen. Angeberei und Protzsucht sind Hintergrund der realistischen "Schamhaarmaler". Das Volk liebt sowas. Auch da hat das Spektakel in solcher schlechter Kunst Einzug gehalten. Mit hoher Kunst, die die Sache des Menschen verhandelt, hat das nichts mehr zu tun. "Guck mal, was ich kann!"
"Realismus" im Kunstschaffen

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Montag, 31. Oktober 2011
Dossier
Hoffnungslos

wirkt jede große

Perspektive die

alles in Blick

nehmend in

Trostlosigkeit nur

Wüste weiß.

Gott aber darf

nicht abschätzig

gehandelt werden.

So aber ist

der Mensch

Treibgut seiner

Machenschaften

am Ende

verwickelt in einem

glanzlosen Weggang.
Dossier

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Jürgen Kramer: "Tier 2", Öl.,
50 x 70cm

Jürgen Kramer: "Tier 2", Öl.,

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Gerd Bergfleth
Autor von "Zur Kritik der palavernden Aufklärung" schreibt im Anhang zu "Georges Bataille, Wiedergutmachung an Nietzsche, München 1999":

„(...) denn der Zusammenbruch im Sinn
des Verfalls der Werte ist bereits die Voraussetzung des
ganzen Dramas. Er setzt den Menschen frei, wenn-
gleich erst in nihilistischer Weise: er löst ihn aus der
Bindung an Moral und Religion heraus und läßt sein
Dasein in die Bodenlosigkeit fallen. Der Wertverfall als
solcher, der Zusammenbruch der Normen des Zu-
sammenlebens, hat sich zwar seit Nietzsches Aufdek-
kung des europäischen Nihilismus ungeheuer ver-
stärkt, aber er ist weder in sich tragisch noch schafft er
eine tragische Situation des Menschen, wie ein einziger
Blick auf unsere Alltagswelt zeigt: die Menschen suh-
len sich im Nihilismus der Kapitalsknechtschaft und
fühlen sich so kannibalisch wohl dabei, daß sie nicht
im Traum an ihre tragische Bestimmung denken.“
Gerd Bergfleth

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kramer@zweitseele.de